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Straßenkatzen-Treff

Unser nächstes Treffen findet statt am

24. November 2017
(Jahreshauptversammlung)

Wir treffen uns in der:
Gaststätte Olympia

Lämmerstraße 11
50739 Köln (Nippes)
(Direkt am S-Bahnhof Nippes)

Zur Jahreshauptversammlung
laden wir unsere Mitglieder und
Aktiven gesondert ein.
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Mucki

MuckiFräulein Mucki .......und die Siams

 
Es war der 26. März 2004, so am Nachmittag als mich Gabriela anrief.
"Wir müssen morgen in Zollstock in die Wohnung einer Verstorbenen 4 Katzen holen - aber alles ist überbelegt. Die Pflegestellen sind dicht, auch Elke total überfüllt und im Tierheim Dellbrück kann auch nichts mehr aufgenommen werden - kannst du nicht vorübergehend die 3 Siamkatzen aufnehmen? Bei der vierten Katze handelt sich es um einen älteres Tier. Vielleicht bekomme ich sie noch irgendwo anders untergebracht.“
 
Na ja, Rolf und ich meinten diesmal ist es wirklich ein Notfall, da die Armen ihr Frauchen verloren hatten und auch jetzt noch die Wohnung geräumt wird. "Also..“ sagte ich „bring mir die Mäuse, es wird schon irgendwie gehen."
 
Wir räumten unsere Datsche für die drei Neuankömmlinge etwas wohnlich ein, besorgten noch Fressnäpfe, Katzenstreu , Futter und was sonst noch dazu gehört. 
 
Es war der 27. März 2004 ca. 14.00 Uhr als Gabriela nochmals anrief. „Wir haben jetzt die Vier, müssen aber erst mal schauen wo wir Nr. 4 hinbringen, denn dieses Katze ist 18 Jahre alt und sieht nicht besonders aus. Eine Seniorenpflegestelle gibt es zur Zeit keine.“ 
"Gabriela, ob du drei Katzen bringst oder vier, das ist egal. Sie kennen sich und warum soll die Vierte woanders untergebracht werden. Bring uns alle vorbei." 
So kamen Gabriela und Günter mit vier Transportkörben und ließen eine Katze nach der anderen herraus. 
 
Es zogen in unsere Datsche nacheinander drei Siamkatzen und etwas Schwarzes, was dick und rund war, wie ein „Fußball auf vier Beinen“ ein.
 
Ich fand ja die drei Siams nicht gerade besonders nett, zumal wir bis zu diesem Zeitpunkt nur "normale Katzen" und keine edlen Tiger besessen haben. Sie waren dünn, hochbeinig und sehr mitteilungsbedürfig, also keine normale Katzen, dachte ich. Ich wurde jedoch jeden Tag eines besseren belehrt! Die Siams waren eine eingeschworene Familie, mit sehr viel Charme und ich kann nicht beschreiben,  wie schnell mir diese Tiere ans Herz wuchsen. 
Auch dieses schwarze Etwas nahm nach ca. 4 Tagen erstmals Kontakt mit mir auf - aber sie war von der Siamgemeinschaft weit entfernt. Die waren eine Familie  für sich - und Mucki war für sich allein. 
 
Der Familie Siam ging es immer besser aber Mucki wurde von Ihnen nur geduldet. 
Obwohl Sie doppelt so alt war wie Siam-Papa Sammy und Siam-Mama Cindy wurde sie von ihnen nicht akzeptiert. Mäuschen, die Tochter von den Zweien, war auch nicht gerade nett zu ihr und besonders wenn es ums Futter ging, waren Cindy und Mäuschen immer die Ersten und sich einig. Kater Sammy, ein wahrer Matscho bekam sein Futter immer separat auf der Couch. Er aß nicht mit den Damen.
 
Es kamen im Laufe der Zeit mehrere Anfragen für die Siams. Aber immer nur einzeln oder zu zweit. Ich konnte aber diese Familie nicht auseinander reißen. Ich hätte diese Drei, diese verschworene Gemeinschaft, nicht trennen können. Gabriela meinte scherzhaft, ich „sollte mich mal entscheiden“, sonst würde ich noch Weihnachten mit ihnen feiern dürfen, aber für mich war es klar - ALLE oder KEINE.
 
Es war Ende Juni als Elke anrief und eine gute Stelle für die total unscheinbare Mucki gefunden hatte. Eine gute Seele wollte einer so alten Katze ihr letztes zuhause geben. Ich war sehr froh - denn die kleine Mucki war sehr liebenswürdig und hatte es verdient einen schönen Lebensabend zu bekommen. 
 
Also vereinbarten wir einen Termin um Mucki zu vermitteln. Und es kam, wie es kommen musste. Diese gute Seele war von den 3 Siams so angetan (sie zogen ihr ganzes "sind wir nicht toll Programm" ab), dass es um sie geschah. 
 
Mucki verzog sich sofort  ins Bad und verstecke sich hinter dem Duschvorhang. Somit hatten die drei freie Bahn und schleimten sich noch mehr bei der netten Dame ein.
 
Es traf die vier Amors Pfeil. Der netten Dame brach der Schweiß vor Not aus. Eine Katze wollte sie haben aber nicht drei. Sie hatte sich in wenigen Minuten so sehr in diese Katzenfamilie verliebt, dass sie nicht mehr wusste, was sie machen sollte. Sie ging an die frische Luft,ans Auto und telefonierte zwischendurch, dann kam sie wieder herein und teilte Elke und mir mit, dass sie sich nicht für Mucki, sondern für die Siams entschieden hätte. 
 
Mich traf der Blitz. Solange suchte ich für die Drei ein Zuhause und heute kam jemand für eine alte Katze und nahm mir meine Siams mit. 
 
Ich war froh und traurig. Froh, dass die Siam-Familie zusammen bleiben konnte und traurig, dass die liebenswürdige Fräulein Mucki nun alleine war. 
 
Mir fiel der Abschied von den dreien sehr schwer, aber ich wusste vom ersten Augenblick an, dass es für die drei keine bessere Stelle hätte geben können als bei der netten Dame. 
 
Fräulein Mucki war einige Tage auf der Suche nach ihren Mitbewohnern, mit denen sie ja ihr halbes Leben verbracht hatte. Nach einiger Zeit aber wurde sie selbstbewusster und fand, das die Wohnung genau ihrer Ansprüchen gerecht wurde. Sie konnte nun an jedem Fenster liegen und raus schauen und auch vom Sofa wurde sie nun nicht mehr vertrieben. 
Sie wurde immer anhänglicher und sie wurde auch immer schöner. Sie verlor Gewicht und ihr Fell glänzte. Langsam wurde aus dem Fußball auf vier Beinen, eine wunderschöne Katzendame.
 
Im Spätherbst kam wieder ein Notruf von Gabriela, eine total verstörte und nicht sehr freundliche Katze braucht dringend eine Pflegestelle. Mit Fräulein Mucki zusammen ging es aber nicht. Was tun? Die Rettung? Elke hatte in der Zwischenzeit jemand gefunden, der Mucki aufnahm. 
Also Kiwi, so nannte man die neue Katzendame, konnte einziehen. (Kiwi war die Abkürzung von Killer Weiblich).
 
Also zog Frl. Mucki aus und Kiwi ein. Mit der neuen Stelle von Frl. Mucki telefonierte ich nach 2 Tage das erste Mal und man teilte mir mit, dass es noch etwas Eingewöhnungsprobleme gäbe, weil noch zwei weitere Katzen dort lebten, aber Frl. Mucki würde es schon gut gehen. Am 4 Tag telefonierte ich nochmals mit dem neuen Zuhause von Frl. Mucki und ich war schon etwas unruhig, weil man mir mitteilte, dass sie so gut wie nicht aß und sich auch nur auf einer Ecke aufhielt, wo die anderen Katzen nicht an sie herankamen. Am Tag Nr. 6 teilte man mir mit, dass Frl. Mucki unter sich machen würde. Aber man war sich sicher, dass sich das bestimmt geben würde, wenn sie sich eingelebt hätte. Aber eine über 18 jährige Katze hatte dazu in meinen Augen keine Chance und ich rief beunruhigt Gabriela an. Sie teilte meine Meinung und sorgte dafür, dass Frl. Mucki wieder zurück gebracht wurde. 
 
Da Kiwi in die Gemächer von Frl. Mucki eingezogen war, blieb also nur das Notzimmer.
 
Aber egal, dachten wir, die Hauptsache sie ist wieder da. Alles andere gibt sich schon. 
Also Frl. Mucki kam wieder, freute sich uns zu sehen, gab Köpfchen und lief schnurstracks auf Ihre Zimmertür zu, hinter der sie die letzten Monate gelebt hatte und Miaute nach Einlass. 
 
Und nun - hinter der Tür lebt nun Kiwi. Egal - wir tauschten. Kiwi schien es nichts auszumachen ins Einzelzimmer zu ziehen und Frl. Mucki war natürlich glücklich wieder "Zuhause" zu sein. Die letzten Tage hatten aber wie befürchtet ihre Spuren hinterlassen. 
 
Sie war matt, aß und trank nichts und wir machten uns große Sorgen. Sie wurde ärztlich behandelt, aber so richtig wollte nichts helfen. 
Als am folgenden Wochenende ihr Zustand immer schlechter wurde, versuchte die Tierärztin mit Infusionen zu helfen, aber machte uns keine allzu große Hoffnung. Traurig fuhren wir nach Hause. Sie war für uns inzwischen mehr als eine Pflegekatze und wir konnten nichts für sie tun. 
Am Dienstagmorgen aber begrüßte sie mich zwar liegend aber freundlich, was uns wieder Mut gab. Und siehe da, es dauerte noch zwei Wochen und sie war wieder fast die Alte. Von dem Zeitpunkt an, war uns klar, Frl. Mucki bleibt bei uns und wird nicht mehr vermittelt. 
 
Da sie sich an keine neue Umgebung mehr gewöhnen wollte, blieb sie bei uns in der Datsche und zog nicht ins Haus zu unseren Katern und Hund, aber damit war sie mehr als sehr zufrieden. Es wurde ein Fernseher, sowie eine Satellitenschüssel installiert. Ab nun wurde Frl. Mucki in das Geheimnis der Bundesliga und der sonstige Sportarten eingeweiht. Mein Mann Rolf verbrachte mit ihr alle Spieltage und schaute natürlich sonntags mit ihr gemeinsam Formel 1. Somit waren beide glücklich. Sie widersprach niemals dem Fernsehprogramm.
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Im Frühjahr nahm ich sie zum ersten Mal mit in den Garten. Das kannte sie überhaupt nicht und sie lief sofort wieder in die Wohnung zurück. Wenn ich im Garten war, ließ ich die Tür auf und irgendwann kam sie raus und fand es ganz toll, durch's Gras zugehen. Von nun an war auch sie bei der Gartenarbeit oder beim Relaxen immer draußen. Sie liebte es, sich unter den keinen Nußbaum zulegen, um zu träumen oder zu schlafen. Sie genoss nun jede Minute draußen und lief uns hinterher wie ein Hund. Auch morgens, wenn ich das Zimmer fertigt machte, drehte sie ihre Runde und kam erst auf Zuruf um ihr Frühstück einzunehmen. Sie war rundum zufrieden. Nur wenn Fremde ihr Reich betraten, lief sie in die Datsche um sich dort zu verstecken. Denn sie dachte wohl, da kommt wieder jemand, der mich holen will. 
 
Es war schön zu sehen, wie anhänglich diese Katze geworden war. 
 
Es war Dezember 2005, als langsam aber sicher ihr gewohnter Appetit auf ihr Frühstück nachließ und wir uns der Tatsache stellen mussten, dass Mucki alt war, sehr sehr alt. Nach vielen auf und ab’s - bangen und hoffen, verloren wir gemeinsam den Kampf, dem sie sich stellte. Bis zum Schluss kämpfte sie gegen ihre altersbedingte Herzschwäche. 
 
Am 7. März 2006 - elf Tage vor ihrem zwanzigsten Geburtstag, erlöste sie der Tierarzt. 
 
Aber Frl. Mucki, unsere Grand Dame, blieb bei uns - und sie ist noch immer da! 
 
Wenn wir durch die Datsche gehen, ist sie bei uns und wir wissen: Sie liegt unter Ihrem kleinen Nußbaum - zum träumen und schlafen. 
 
Erna Görtz - August 2006
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Anmerkung:
Wie Frl. Mucki ergeht es so vielen älteren Katzen. 
Man will sie nicht haben, denn man meint, man hat ja nichts mehr von einem älteren Tier und krank werden sie auch noch. Das stimmt nicht! Wir haben soviel Liebe und Vertrauen in den zwei Jahren erfahren dürfen, dass wir froh sind, dass wir dieses liebreizende Geschöpf gekannt haben und lieben durften. 
 
Und …….. wir würden es wieder tun!
 

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